Madeira — Die Blumeninsel, die nach Eukalyptus duftet
Madeira ist keine typische Strandinsel — und genau das macht sie so besonders. Statt Liegestuhl und All-Inclusive gibt es hier Levada-Wanderungen durch uralte Lorbeerwälder, spektakuläre Küstenklippen und Funchal als überraschend stylische Hauptstadt mit Rooftop-Bars und Michelin-Restaurants.
Levada-Wanderungen — Das Highlight Madeiras
Die Levadas sind historische Bewässerungskanäle, die sich durch die gesamte Insel ziehen. Entlang der Kanäle verlaufen Wanderwege durch Lorbeerwälder, über Wasserfälle und durch Tunnel. Mein Favorit: die Levada do Caldeirão Verde — 13 km durch einen mystischen Nebelwald zu einem Wasserfall, der in ein smaragdgrünes Becken stürzt.
Funchal — Mehr als nur Hafen
Funchal hat mich überrascht. Die Altstadt (Zona Velha) ist voller Street Art, kleinen Restaurants und Bars. Der Mercado dos Lavradores ist einer der schönsten Märkte, die ich je besucht habe — tropische Früchte, frischer Fisch, Blumen in allen Farben. Probier unbedingt die Maracuja-Banane — eine Madeira-Spezialität, die süchtig macht.
Riiiing , Riiiiiing! Wecker klingelt! Sachen schnappen und los geht’s!
Endlich begann unsere Trekking Tour, auf die wir sooo lange hin fieberten. Zunächst fuhren wir ca. 2 Stunden nach Mollepata.
Mit in unserer Gruppe waren zwei Pärchen (eine Kolumbianerin, ein Chilene & 2 Engländer )und hinzufügend waren noch zwei Amerikaner dabei. Insgesamt waren wir 8 Leute und alle mehr oder weniger im gleichen Alter. Super Team! Guter Start! In Mollepata angekommen gab es erstmal ein ausgiebiges Frühstück. YUMMY!
Gestärkt und absolut motiviert fuhren wir 1 Stunde weiter nach Challacancha. Von hier aus begannen wir unsere erste 7 km Wanderung nach Soraypampa. Um uns herum riesige, schneebedeckte Berge und ein Inka Kanal, der auch heute noch das Wasser in die Dörfer transportiert. Die schmalen Wege, die unglaubliche Aussicht und der leichte Nebel dazu machten es irgendwie etwas mystisch. Mystisch Perfekt. Drei Stunden später erreichten wir unseren ersten Schlafplatz, bei dem erst einmal Mittag gegessen wurde.
Und das Mittagessen : Oh mein Gott! Es war sooo Lecker!
Und eine gute Aussicht zum Essen!
Zitat von unserem Tourguide:
,, You will not loose weight on this Tour .
You will get some’’
Wie Wahr. Wie Wahr.
Nach dem Essen machten wir eine weitere 3 km Rundwanderung zum Humantay Lake. Zunächst ging es ein ganz schönes Stück bergauf.
Diesmal waren wir umgeben von Pferden, einer Menge grün und wieder gigantischen Bergen.
Die ersten hatten aufgrund der Höhe bereits zu kämpfen und gingen ein Schritt langsamer.
Trotz Regenzeit schien den ganzen langen Tag die Sonne, weshalb wir auch ziemlich zügig in T-shirt weiterzogen.
Nach all der Mühe dann: Der Humantay Lake. Wow. Einfach nur WOW! Schau es dir selbst an:
Ungefähr 2 ½ Stunden vergingen und schließlich erreichten wir erneut unseren Schlafplatz. Kleine Glaskupeln mit atemberaubender Aussicht auf die Sterne ! Was will man mehr?
Damit die Glaskuppeln nicht zu sehr reflektieren, werden sie tagsüber bedeckt.
Innenansicht mit Bedeckung
Zwischenzeitlich wurden wir noch mit dem leckeren Coca-Tee beglückt und bekamen reichlich Snacks und ein mega Abendessen!
Abendessen
Abschließend noch ein paar Bilder von der Tour :
Tag 2:
Der härteste Tag der Tour
Am zweiten Tag begann die anstrengendste Wanderung. Bereits morgens um 05:00 Uhr klopfte es an unserer Zimmertür und TADA ein frischer Coca – Tee wurde uns ans Bett geliefert. Nachdem (wie immer) traumhaften Frühstück schnürten wir uns die Wanderschuhe fest zu, griffen unsere Wanderstöcke und stopften uns noch schnell eins, zwei Snacks in die Tasche. Und los ging es. Ganze 3 Stunden ( 7km ) bergauf in Richtung des Salkantay Pass.
Angekommen. Ganz weit oben!
Weiter geht’s! 6 Km den Berg hinunter. Allerdings war das mit den 1000 rutschigen Steinen ziemlich anstrengend! Aber wieso auch immer hatten wir mal wieder unglaubliches Glück. Erst als wir in Huayracmachay unseren Mittags-Stopp einlegten fing es an zu regnen und hörte genau auf, als wir weiterliefen.
Leider aber waren die Steine nun noch rutschiger!
Jeder machte mindestens einmal einen witzigen ,,Ausrutsch-Move‘‘ bis irgendwann der Weg etwas ebener wurde.
Plötzlich waren wir umgeben von einem tropischen Wald. Überall blühten die Pflanzen, die Vögel und Schmetterlinge flogen in ihren verschiedensten Farben an uns vorbei und die Temparatur stieg an.
Wir waren im sogenannten ,, Cloud Forest‘‘ , der sich über 9 km hinzog.
Wieso der wohl Cloud Forest heißt?
Ein paar weitere Bilder:
Heiß. Anstrengend. Beine und Füße deutlich spürbar.
Was könnte helfen? Kaltes Bier!
Aus diesem Grund machten wir Rast an einer Bar, in der eine alte Dame arbeitete. Unser Tour-Guide war mit ihrem Ehemann einst sehr gut befreundet, bevor er starb. Bereits nach kurzer Zeit bekam die Dame glasige Augen und erzählte uns von ihrem Verlust. Sie vermisst ihn sehr. Sie ist allein. Hat wenig Geld. Muss sich um alles selbst kümmern. Trägt eine große Verantwortung und durch Corona gibt es keine Gäste. Verzweiflung. Große Verzweiflung.
Wie sehr hoffen wir das alles wieder zur Normalität zurückkehrt!
Die Reise ging weiter Richtung Zielort. Das Salkantay Team hat eine komplett neue Unterkunft eröffnet, die wir alle einweihen sollten.
Etwas aufgeregt führte unser Weg neben Flüssen und Wasserfällen entlang.
,,Geschafft‘‘
Im Hintergrund siehst du die Unterkünfte
Wow. Wow. Wow. Hast du so etwas schon mal gesehen? Absolut Wow. Definitiv eine außergewöhnliche Übernachtung. Und ich dachte schon, dass man die erste Übernachtung in den Glaskupeln mit Sternenblick nicht toppen konnte. Tja. Hier ist der Beweis:
Aussenansicht der Unterkunft
Innenansicht der Unterkunft
Nachdem wir uns vom Staunen wieder etwas beruhigt hatten, ging es zum Abendessen. Anschließend spielten wir noch schööön ein paar Runden Uno und leerten eins, zwei Flaschen Wiskey.
In meinen Augen gibt es nichts ekligeres als Whiskey. Sorry – Whiskeyliebhaber!
Der Tag ging nach einer 22 Km langen Wanderung, mit einem Aufstieg von 730 Metern und Abstieg von 1700m , langsam zu Ende.
Anfangshöhe: 3900 m
Höchster Punkt: 4630m
Füße hochlegen! Gute Nacht!
Tag 3:
Wandern. Kaffee & Jungle Dorms
Wie jeden Tag wurden wir mit einem Coca-Tee geweckt, diesmal jedoch zu einer etwas erträglicheren Zeit um 5.30 Uhr. Nach dem Frühstück versammelten wir uns alle gemeinsam, um den Horse-Guide zu verabschieden. Unser Gepäck , wie beispielsweise unsere Wechselkleidung wurde von Pferden transportiert und der Horse-Guide sorgte dafür, dass diese heile ankommen! Mit einer großen Umarmung, ein paar netten Worten und etwas Trinkgeld sagten wir also ,,Hasta Luego!‘‘.
Doch was ist jetzt mit unserem ganzen Gepäck? Der Koch, der Assistent und der Horse-Guide waren bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Wanderer gewesen, genau wie wir. Doch ab den heutigen Tag machten die Wege es wieder möglich ein Fahrzeug zu benutzen, in denen unser Krams mitgenommen werden konnte.
Hurra! Schließlich zogen wir los.
An den Wegesrändern ragten große Avocado- und Bananenbäume hervor.
Das Wasser konnten wir plätschern hören, währenddessen vor uns die riesige Pflanzen- und Insektenvielfalt erschien.
Diesmal war die Wanderung eher ,,einfach‘‘ würde ich sagen. Super ebene Strecke. Kein großes hoch und runter. Allerdings hatten manche bereits Probleme mit ihren Knien oder Hüftgelenken bekommen. Höchstwahrscheinlich vom gestrigen bergab gehen.
Ein paar Stunden später machten wir Halt an einem kleinen Café mitten im nirgendwo. Dort probierten wir die leckere, süßlich-schmeckende Granadilla, aßen Mangos und dazu gab es noch einen schönen, frischen Orangensaft.
Granadilla
Neben uns spielten zwei Hunde miteinander, die uns anschließend auf Schritt und Tritt folgten.
Regen. Mist. Regenponcho drüber. Weiter geht’s!
Insgesamt 18 km später besuchten wir eine Familie, die uns zeigte, wie sie ihren Kaffee herstellen.
Max beim rösten der Kaffeebohnen
Kurzdarauf aßen wir und bezogen unseren neuen Schlafplatz in den ,,Jungle Dorms‘‘.
Jungle Dorms Aussenansicht
Jungle Dorms Innenansicht
Doch Schlafen war noch nicht angesagt! Erstmal ging es in die schönen Hot Springs.
Entspannung Pur bei einer Wassertemperatur von ca. 32 Grad und umgeben von riesigen Bergen.
Was ein schöner Abschluss des Tages für nur 3 Euro pro Person!
Bevor ich es vergesse!
Danach begegneten wir noch solch einen Hund. Mhh…Okayyy… Ich persönlich find den nicht wirklich hübsch. Hier in Peru allerdings ein absoluter Hit.
Ein peruanischer Nackthund. Edel, teuer und unglaublich geschätzt. Vorteil: Du musst bei so einem Hund definitiv seltener Staubsaugen! Mich erinnert er ehrlich gesagt ein bisschen an die Hyänen von König der Löwen. Wieso auch immer hat er trotzdem etwas süßes gehabt, als er einen sooo treu ansah.
Tag 4:
Dieser Tag verlief anders als geplant!
Es regnete die Nacht zuvor so stark, dass es zu gefährlich gewesen wäre den Berg nach LLactapata zu besteigen.
Zudem hätten wir sowieso keine Sicht von oben gehabt.
Deshalb fuhren wir zunächst mit dem Bus weiter und wanderten später 3 Stunden Richtung Aguas Calientes, an den Bahnschienen entlang.
Wieder waren wir umringt von einem tropischen Wald und traumhaften Tiergeräuschen.
Unbeschreiblich.
Am Abend checkten wir dann ins Hotel ein und nahmen erstmal eine richtig lange, heiße Dusche.
Nachdem wir uns den Magen voll gehauen haben, schmissen wir uns dann erstmal vor den Fernseher.
Wohl verdient!
Aguas Calientes
Tag 5 :
MERRY CHRISTMAS!
Es ist soweit. Wir besuchen eines der sieben, neuen Weltwunder und das auch noch an Heiligabend! Ohjaaaa!
Machu Picchu. Vorsicht. Vorsicht.
Bei diesem Wort bitte auf die Aussprache aufpassen, ansonsten heißt es für die Einheimischen ganz schnell mal :
,,alter Schwanz‘‘ und nicht übersetzt ,,alter Gipfel‘‘!
Die Inkastadt Machu Piccu liegt auf 2400 m Höhe und galt über 400 Jahre als eine verborgene Stadt.
Besonders beeindruckend war, dass sich im 10 Minuten Takt die Sicht auf den Machu Picchu von komplett bedeckt mit Wolken zu komplett klar entwickelte. Also packten wir zügig die Kameras raus und machten Fotos, Fotos, Fotos.
Allmählich endete auch der letzte Tag der Salkantay Tour , allerdings nicht für unser Team!
EinPanorama Zug würde ich mal sagen!
Wir fuhren mit dem ultra coolen Zug zurück und verabredeten uns noch mit der Gruppe für ein Weihnachtessen am Plaza de Armas und
Die riesigen Berge, die braunfabigen Kühe mit der Glocke um den Hals, die gelben Blumen auf den grün leuchtenden Wiesen, der Käse an jeder Ecke, der schweizerische Akzent & zu guter letzt die Währung Franken.
Unser erstes Ziel war der schöne Wallensee. Glasklares, türkisfarbendes Wasser.
Perfekter Spot, um einen schönen Milchshake fix im Camper zu mixen und es sich gemütlich zu machen!
Natürlich machten wir auch einige Wanderungen. Bei den Bergen natürlich ein absolutes MUSS in der Schweiz. Aber wer hätte gedacht, dass wir auch noch direkt das Glück haben Schnee-Lawinen zu sehen? Einfach nur Hammer!
,,Wir haben es geschafft, Schlag ein“
Auf diesem Bild kannst du die kleinen Schneelawinen sehen, die vom Berg runter rutschten und dabei eine unfassbare Geräuschkulisse wiedergaben.
Währenddessen wir unseren Mund vom Staunen nicht mehr schließen konnten, haben andere seelenruhig geangelt.
Schließlich fuhren wir weiter: Und wieder einmal sahen wir die tollen, strahlenden, gelben Blümchen auf den Wiesen.
Vom Winter in den Frühling?
Warum nicht den Tag ausklingen lassen mit einem schönen Grillerchen?
Ein paar Tage später machten wir erneut eine Wanderung.
Diesmal machten wir ein Lagerfeuer und grillten direkt nochmal.
Während unten das Feuer flackerte, fingen am Himmel die Sterne an zu funkeln. Es fühlte sich an als wären wir die einzigen Menschen auf dem Planeten.
Nur wir und die Natur.
Die verschiedenten Geräusche ertönten aus dem Wald. Ein Hauch von purer Freiheit.
Am nächsten Tag drehten wir erstmal die Musik im Camper auf! Darf ich vorstellen: DJ MAX
Beim Klettersteig Zwillingsstieg
Oh Gotto Gott, ist das hoch!!! Als wir den Berg bestiegen stand ich nicht nur einmal verwurzelt da und hatte zunächst keine Idee wie es nun weiter geht. Der diesmal ausgewählte Klettersteig war nichts für Anfänger und das bekam ich deutlich zu spüren. Max motivierte und half mir enorm, so dass ich es ohne zu sterben doch noch schaffte.
Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet.
Khalil Gibran
Natürlich wollten wir uns das Stadtleben auch nicht entgehen lassen, daher besuchten wir noch die schöne Stadt Zürich. Lebhaft. Zauberhaft. Schön.
Zu guter Letzt besuchten wir den größten Wasserfall Europas:
,,Der Rheinfall“
Wie immer hatten wir wieder tolle Stellplätze gefunden. Es war super einfach in der Schweiz kostenlos zu übernachten!
Sooooo… nach langen actionreichen Tagen zwischen Abenteuer und Arbeit:
Die Füße hochlegen vor unserem eigenen, kleinen Camper-Kino!
Ich bin Janet Dannehl und seit über 7 Jahren leidenschaftliche Reise-Influencerin. Auf meinem Instagram-Kanal teile ich täglich meinen Lifestyle, meine Reisen und die verschiedensten Abenteuer mit meiner Community. Dabei lege ich großen Wert auf Authentizität und stelle nur Produkte oder Leistungen vor, mit denen ich mich selbst identifizieren kann. Besonders spannend finde ich alles rund um Sport, Outdoor-Abenteuer, Natur, Fotografie, Mode und Unterkünfte.
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